German Throwdown Final 2014 – Die Zusammenfassung – Hendrik Helm sensationell neunter – Harry Werz auf Platz 51

 

Was für ein erfolgreiches und schönes Wochenende bei den Finalwettkämpfen des German Throwdowns 2014 (GTD)!

Harry Werz und Hendrik Helm konnten Hauptstadt CrossFit beim letzten CrossFit Megaevent des Jahres mehr als würdig vertreten und hielten als größte Berliner Fraktion mit zwei Athleten im Finale die Fahne hoch.

Hendrik Helm, der sich auf Platz 18 in der Qualifikation gegen rund 1000 Mitstreiter behauptete, konnte seine Wettkampfqualitäten mit einem phänomenalen neunten Platz im Konzert der größten CrossFit-Athleten Europas beeindruckend unter Beweis stellen. Unter den deutschen Athleten musste er sich nur Gregor Schregle von CrossFit Rhein-Neckar und Markus Krümmer von CrossFit CFD geschlagen geben. Für den HCF Athleten begann die Competition bereits sehr erfolgreich mit einem 7. Platz im WOD 1 (3 rounds of 21 cal Ski Erg., 15 Toes to bar, 9 power snatch mit 60 kg, TC 10). Überraschend und ungewohnt zugleich war der Einsatz des neuen Ski Ergs von Concept 2, was bei einigen Athleten aufgrund eines zu hohen Anfangstempos zu Schwierigkeiten am Ende des ersten Workouts führte. Auch technisch waren große Unterschiede festzustellen. Somit bleibt festzuhalten, dass Hendrik die richtige Pace fand und die neue Höllenmaschine, mit Hilfe einiger nützlicher Erfahrungswerte von Harry Werz, der zwei Heats zuvor die Bekanntschaft machen dürfte, im Griff hatte.

 

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Harry war quasi der Überraschungsteilnehmer für alle Anwesenden und selbst für die HCF-Crew. Durch eine starke Einblutung in den linken Oberschenkelmuskel, zugezogen während einer Kyokushinkai Karate Einheit ca. zwei Wochen vor dem Event wurde der Heilungsprozess zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Die vielen Stunden auf der Massagebank der HCF-Physiotherapeutin Sarah Stahlberger schlugen an, doch zwei Tage vor dem Event schien eine Teilnahme aussichtslos, sodass eine Absage per Email eingereicht wurde. „Als ich mit Hendrik bei der Athleten Registrierung stand, war ich eigentlich nur mitgekommen um ihm Gesellschaft zu leisten. Als ich nach meinem Namen gefragt wurde, antwortete ich und war eigentlich darauf eingestellt gesagt zu bekommen, dass ein anderer Athlet für mich nachgerückt sei. Dann drückte mir die nette junge Frau meine Akkreditierung und meine Wettkampfutensilien in die Hand und ich dachte nur, ok anscheinend bin ich dich dabei.“ Sein Ziel sich für ein Finale zu qualifizieren sollte sich also noch dieses Jahr erfüllen.

 

Nach WOD 1 waren Hendriks Unterarme hart wie Beton und Harry´s Oberschenkel unverändert dick, sodass sich beide HCF Athleten ausgiebig von den Physios behandeln ließen, um im 2. Wettkampf wieder griffig zu sein.

In WOD 2 (9 min. AMRAP, 15 Back-Squats mit 80 kg, 3 Shuttle runs, 15 Handrelease Push ups, 3 Shuttle runs) biss sich Harry (Platz 49) durch und Hendrik musste seine schlechteste Platzierung am ganzen Wochenende mit dem 22. Rang hinnehmen.

 

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Nun hieß es also alle Kräfte zu bündeln um beim letzten WOD des ersten Wettkampftages ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wenn Hendrik sich Ziele setzt erreicht er sie meistens. So auch in WOD 3 (For time: 1-10-10, 1-8-8-8, 16-6-6, 1-4-4-4, 1-2-2-2, 1-0-0-0 reps of: Rope Climb, KB-C&J right arm, KB-C&J left arm, alternating pistols). Er absolvierte das WOD in überragenden 7:19 min und belegte somit Platz 5 in dieser Runde. Harry hatte von der atemberaubenden Stimmung Blut geleckt und wollte unbedingt weitermachen. Im Vorfeld versuchten er und Coach Felix beim Head-Judge des Events zu erwirken, dass Harry aufgrund des lädierten Oberschenkels alle pistols nur auf der rechten Seite durchführen darf. Allerdings ließ sich das Wettkampfgericht – verständlicherweise – nicht erweichen und machte somit alle Hoffnungen zunichte. „Ich zieh das Ding durch bis zum ersten Pistol auf links. Aufgeben ist schlimmer als wohlmöglich letzter zu werden“ , so Harry´s Reaktion. Einen Rope Climb und 20 KB C&J später standen Felix und Harry auf der Wettkampffläche und genossen die Show aus nächster Nähe. Somit stand verständlicherweise Platz 52 am Ende als Resultat, die Laune war allerdings immer noch sahnig.

Nach einer erholsamen Nacht im Team Hotel ging es wieder in die Arena Hohenlohe, wo sich die Stimmung für den ersten Wettkampf bereits hochgeschaukelt hatte. Es stand ein atemberaubender Barbell-Complex auf der Agenda, der den Athleten technisch und in Sachen Maximalkraft alles abverlangen sollte (find maximum load for 2 times 1 clean, 1 front squat, 1 jerk, and starting within 10 s the 2nd attempt; 10 min. time cap). Die Zuschauer gingen bei den gezeigten Leistungen aller Athleten von den Sitzen hoch. Atemberaubende 151 kg wurden von Markus Krümmer erfolgreich bewegt. Hendrik konnte 120 kg im Complex einen soliden 19 Rang belegen. „Technisch ging noch was, allerdings bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Ich glaube allerdings, dass es für das Halbfinale nicht ganz reichen wird“, sagte Hendrik direkt nach dem vierten workout. Harry´s Oberschenkel wurde gut mit Kompression und Kühlung behandelt, sodass er auch am zweiten Tag sein Bestes geben konnte. In seinen vier durchgeführten Versuchen arbeitete er sich von 95 kg bis auf 105 kg hoch. Seinen letzten Versuch mit 108 kg verlor er beim letzten Jerk, der unter Zeitdruck kurz vor Ablauf der Zeit zu hastig durchgeführt werden musste. „Hier wäre sicherlich 108 kg möglich gewesen, allerdings mehr hätte ich mir nach der Trainingspause und mit der Verletzung nicht zugetraut“, sagte Harry nach der Competition, die für ihn an diesem Punkt vorbei sein sollte.

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Nun stieg die Anspannung bei Hendrik. Das Halbfinalticket war gelöst und es sollte hart weitergehen. Workout F 14.5 war eines Halbfinal WODs wirklich würdig: In 7 minutes maximum effort ring muscle ups (so viele am Stück wie möglich) 20 unbroken double under before starting the next ME muscle up attempt. Konzentration und Kraftausdauer, genaues Timing und eine ausgefeilte WOD-Taktik waren hier der Schlüssel zum Erfolg. Hendrik konnte mit 33 Muscle ups für sich das Optimum herausholen und belegte wieder den 19. Platz. Da allerdings die Ergebnisse der Vorrunde mit in die Wertung einbezogen wurden sollte es spannend werden, ob sich Hendrik zu den 12 besten Athleten des ersten German Throwdowns überhaupt zählen dürfte.

Hin und her gerissen zwischen Erschöpfung und dem Verlangen sich mit den besten Athleten im Finale messen zu dürfen erwarteten er und die gesamte HCF-Crew die Bekanntgabe der im Wettkampf verbliebenen Athleten.

Die Spannung wurde hochgehalten da erst das Final WOD F14.6 vorgestellt wurde. Doch dann war es doch soweit: Auf Platz 12 und 11 wurden Athletennamen genannt, die das Team sicher vor Hendrik erwartet hätte, doch auf Platz 10 viel der Name des Hauptstadt CrossFit Athleten. Alle Hauptstadt CrossFiter sprangen vor Freude aus ihren Sitzen, nur Hendrik schaute perplex zu Boden, nicht genau wissend ob er sich der enormen Strapazen wegen verzweifelt oder des Erfolgs halber glücklich fühlen sollte.

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Seine physische und psychische Verfassung konnte durch viele Gespräche im Team und einen gepflegten Mittagsschlaf wieder auf das perfekte Niveau gebracht werden. Hendrik wollte den letzten Wettkampf nochmal in vollen Zügen genießen, um mit positiven Gefühlen Berge zu versetzen.

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Das Finale bot alles was man sich als Betrachter wünschen konnte und auch nicht.

Das Final WOD F 14.6 bestand aus drei dreiminütigen Amraps und einem Chipper, welche alle separat in die Wertung eingehen sollten. Alle scores der Vorrunden und des Halbfinales waren gelöscht worden, sodass die Chancen auf den Sieg auf gleich gestellt wurden.

Während Hendrik in F 14.6a noch den vorletzten Platz belegte, konnte er mit einem 8. Platz in F 14.6b und dem unglaublichen Gewinn von F 14.6c in unbeschreiblicher Manier kontern bevor es in den finalen Chipper ging. Es wurden nochmal alle Übungen des a b und c von F 14.6 mit horrenden Wiederholungszahlen gefordert und wir sahen einen Hendrik, wie wir ihn noch nie zuvor im Training gesehen haben. Er taumelte über die Box und schlingerte nahe am Kollaps von Station zu Station, nicht mehr wissend was er hier tat. Nur der Push von den Rängen und die Schreie der Hauptstadt CrossFiter sagten ihm, dass er weitermachen müsse. Und dann passierte was niemand für möglich gehalten hätte. An der letzten Station streikte die Software des Assault bikes. Alle Bemühungen Felix´ und des Judges, sowie ihre ratlosen Blicke konnten das verfluchte Ding wieder ans laufen bringen. Schnell schwang die Ratlosigkeit in Wut und dann in Hektik um. Innerhalb von 20-30 Sekunden konnte mit halsbrecherischen Manövern ein neues, funktionierendes Bike organisiert werden an dem Hendrik im Schlussspurt nun seine Wut ausließ. Mit Erfolg: Platz 5 im Chipper inkl. einer gerechten Zeitbonifikation brachten ihn auf einen überaus beachtenswerten neunten Platz im Finale.

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Was war das für ein tolles und erfolgreiches Wochenende beim German Throwdown 2014 Finale. 2 Athleten von Hauptstadt CrossFit unter den besten 60 Athleten, Platz 8 von Hendrik Helm, eine unbeschreibliche Stimmung im Team und als i-Tüpfelchen noch der Sieg bei der Burpees Challenge durch Harry (36 reps in 60 sec.).

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Wir danken den Organisatoren des German Throwdowns 2014 für eine außergewöhnliche Leistung und ein perfektes Event, allen Wettkämpfern für die Hingabe und Leidenschaft in diesem Wettkampf und den Sponsoren Inov8, Concept 2, Eleiko, Rephouse, Reebok, One Man Army, BoxRox, Rocktape, xendurance, pure pharma, Workout oft he Day, Wod Crusher Sport Nutrition und allen Volunteers, ohne die das großartige Event nicht möglich geworden wäre.

Harry Werz

 

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