HCF-TEAM beim ersten Berlin Throwdown erfolgreich!

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Sonne, über 30 Grad im Schatten und endlich eine CrossFit Competition im Herzen von Europa! Was will das CrossFit-Herz mehr?

Am vergangenen Wochenende war alles angerichtet für den ersten Berlin Throwdown im 20.000 Zuschauer fassenden Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark, bei dem Hauptstadt CrossFit Athleten, sowohl in der Team- als auch in der Individualwertung, qualifiziert waren.

Am Samstag wurde es ernst für unser Team Tyrannosaurus RX mit Henning Langer und Harry Werz, die relativ knapp das Finalticket in der Qualifikation haben lösen können und sich somit starker Konkurrenz in fünf extrem anstrengenden Workouts stellen mussten. Henning Langer, der nach hartem aber verletzungsfreiem Training in den letzten Monaten in Bestform auflief, debütierte an diesem Tag in einer europäischen CrossFit Competition. Harry hingegen feierte sein Comeback nach einer hartnäckigen Schambeinentzündung und  sechsmonatiger Verletzungspause. Es war sein erster Auftritt nach dem Finale von Battle of the Beasts im Oktober vergangenen Jahres.

Die Umstände hätten besser sein können, doch von Unsicherheit gab es keine Spur, denn die Stärken unseres Teams sollten gleich im ersten Workout voll zum Tragen kommen:

WOD I
For Time
Partner A: 40 cal Assault Bike
Partner B: 800m Run
Partner B: 40 cal Assault Bike
Partner A: 800m Run

Mit wahnsinniger Leidensfähigkeit und hohem Tempo gingen Henning und Harry in den ersten Wettkampf, in dem Wissen, dass sie in diesem WOD die Chance auf eine Topplatzierung hatten und eventuell sogar unter den Top 5 landen könnten. Nachdem Harry Kalorie um Kalorie auf dem Assault Bike verbrannte, wartete Henning auf seinen Einsatz im Mittelteil. Die Technik spielte mit und das Hauptstadt CrossFit Team konnte auf Position 4 auf die Bahn gehen. Elementar war nun die Wahl des optimalen Lauftempos, was Henning meisterhaft umsetzte. Er büßte zwar einen Platz ein, blieb aber dennoch dran und verschaffte unserem Team mit einer unvergleichlichen Performance Platz eins nach der zweiten Runde auf dem Assault Bike. „Gib uns irgendein Ergometer und wir zerstören es“, war Hennings doch auch ein bisschen ernst gemeintes Kommentar nach der, zugegebenermaßen euphorisierenden, Leistung. Zunächst musste Harry den Vorsprung nachhause bringen und dem Druck, der auf ihm lastete, standhalten . Doch auf den zweiten 800 m gab es in Heat 1 keine Gegner für die beiden und unser Team konnte überglücklich mit ca. einer halben Runde Vorsprung vorerst Platz eins belegen. In Heat 2 und 3 konnten am Ende lediglich die „Bananas in Pyjamas“ von CrossFit Reutlingen und die späteren Gesamtsieger „Team Foodspring“ die Jungs vom „Team Tyrannosaurus Rx“ schlagen und auf Platz 3 verweisen.

Nach dem fulminanten Auftakt stand in Workout 2 ein netter Chipper mit hartem Ende auf der Agenda.

WOD II
For Time
150 Partner Wall Walls 12 kg
100 Pull Ups (Partner im Hang)
50 Partner Deadlifts 140 kg
50 T2B (Partner im Hang)
25 Burpee Box Over

Hier prognostizierten Henning und Harry ebenfalls gute Chancen zumindest solide abzuschneiden und sich weiter oben festzusetzen. Allerdings machten sie dich Rechnung ohne ihren Judge, welcher inflationär mit No-Reps (ungültig gewertete Versuche) um sich warf und durch unklare Begründungen das Workout zu einer „Wutprobe“ mutieren ließ. Ziemlich ärgerlich für die beiden, da die Bewegungsstandards nicht von allen Judges gleichermaßen stringent gehandhabt wurden.  Nach den 150 Wall Balls standen geschätzte 15-20 No-Reps zu Buche, was einen Rückstand von knapp einer Minute bedeutete. Jetzt hieß es für den Rest des Workouts Augen zu und durch.  Mit einem 20er- und acht 10er Rep-splits bei den Pull ups, einem waren Kampf bei den Deadlifts und sehr schnellen Wechseln bei den restlichen Übungen, konnte unser Team die Lücke wieder schließen und Schadensbegrenzung betreiben. Am Ende stand mit Rang 16/30 ein Platz im Mittelfeld zu Buche.

Die Ausgangslage hatte sich nun etwas verschlechtert und nach den Erwartungen unserer beiden Athleten sollte dies nach Workout 3 nicht besser werden. Es standen schwere olympische Lifts auf dem Plan, keine Schwäche im allgemeinen Vergleich. In Anbetracht der zu erwartenden Performance der Konkurrenz jedoch schon. Eine empfindliche Niederlage war zu erwarten, allerdings fiel das Ergebnis weniger schlimm aus als erwartet. Henning konnte 100 kg im Snatch (Reißen) sicher stehen und Harry schmetterte mit 120 kg im Clean and Jerk (Stoßen) eine persönliche Bestleistung nach der Verletzung auf die Tartanbahn. Wieder Rang 16.

Das vierte von fünf Workouts sollte eine blutige Schlacht werden.

WOD IV
6RFT
*one works, one rests
9 S2O 80 kg
5 Ring Muscle Ups
-then-
6RFT
15m Handstand Walk
2 Legless Rope Climbs
-then-
6RFT
21 KB Swings 32 kg
5 OHS 80 kg

Man kann getrost sagen, dass dieses WOD das Königsworkout des diesjährigen Berlin Throwdowns war. Hier war einfach alles drin und die technischen Anforderungen sollten den Athleten alles abverlangen. Nachdem Henning in Workout eins mit seiner Performance das Team führte, hatte nun Harry´s Stunde geschlagen. Shoulder to overhead movements, Ring Muscle Ups, Handstandläufe stehen bei ihm immer ganz oben auf der Wunschliste. Nachdem das erste  Sechs-Runden-Segment durch ging wie ein warmes Messer durch die kalte Butter, ließ das Team bei den 5 m Legless Rope Climbs wichtige Zeit liegen. Einerseits gab es erneut Schwierigkeiten mit den Tatsachenentscheidungen des Judges bei den Rope Climbs, andererseits hätte unser Team durchaus, nach den ohne Probleme und schnell absolvierten Handstandläufen, ein wenig das Tempo vor den Rope Climbs herausnehmen können, weil ungültige Versuche bei dieser Übung gefühlt so viel Kraft verschwenden, wie ein voll beschleunigender Ferrari am Kranzlereck. Die, durch die Rope Climbs, aufgerissenen und schwer blutenden Hände verschmierten im dritten Segment die Kettlebell so stark, dass eine Extraschicht Magnesia auf Hand und Eisen her musste. Umso besser, dass es funktionierte und unser Team ein tolles Ergebnis mit Platz 11 heimbringen konnte. Die beiden hatten sich nun oben in der Rangliste an den Top 10 festgebissen. Das Ziel hieß nun ganz klar die besten 10 zu entern. Ein Top-10-Finish beim Teamdebut von Hauptstadt CrossFit wäre wirklich herausragend gewesen.

Leider konnten unsere beiden Athleten im letzten WOD keinen weiteren Sprung nach vorne machen.

WOD V
18RFT
*one works, one rests
5 Thruster 45 kg
5 Hang Power Clean 45 kg
*everytime you break, perform 7 synchronized bar facing Burpees

Die Gründe lagen hierbei weniger an externen Entscheidungen, sondern viel mehr beim Team selbst. Die Frische war natürlich, wie auch bei den anderen Teams, dahin, sodass sich die beiden für eine konservative Herangehensweise entschieden, um am Ende noch ein wenig Kraft im Schlussdrittel zu haben. Da unser Team zudem im ersten Heat antrat fehlten Referenzwerte der anderen Teams, aus denen man eine bessere Taktik hätte ableiten können. Somit stand im letzten Workout ein unbefriedigender Platz 19 zu Buche. „Wie dem auch sei, es hätte letzten Endes ein besseres Ergebnis als Platz 14 in der Gesamtwertung herausspringen können. […] Wir sind dennoch sehr happy mit dem Ergebnis bei unserem Debut, nachdem wir viele vor uns qualifizierte Teams hinter uns lassen konnten“, resümierten die beiden.

Ein großes Dankeschön geht an die Organisatoren, Volunteers und Judges des Berlin Throwdowns, die beim Einstand sehr stolz auf das Geleistete sein können! Wir freuen uns beim nächsten Mal wieder teilnehmen zu können, da – wie nach dem Event bekanntgegeben wurde – eine Fortsetzung im nächsten Jahr sicher ist.

Das allergrößte Dankeschön gebührt allerdings unserer einzigartigen Hauptstadt CrossFit Community, die unsere Athleten das ganze Wochenende phrenetisch angefeuert haben und somit großen Anteil an den phänomenalen Leistungen haben. Danke für alles!

Next Stop: Belgian Throwdown, Brüssel! See you there!

 

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Wir freuen uns auf das erste Training mit dir und freuen uns dich bald kennenlernen zu dürfen.